Gestern kam ein Email von A1: das Telefon sei seit Dezember repariert, wir mögen es abholen und das Ersatzgerät zurückgeben, andernfalls würde auf der nächsten Rechnung ein entsprechender Betrag abgebucht. Ich in die Herrengasse, alle ganz in schwarz, wie so ein Eingeweihten-Zentrum, zu dem alle pilgern. Nach einer Weile findet sich das alte Gerät, repariert, aber das Netzteil muss ersetzt werden. Kostet. Unser Vertrag erlaubt den Tausch des Geräts. Ich tausche. Jetzt: touchscreen, Internet, 5 Euro mehr im Monat, Ledertäschchen (billiger als neues Netzteil für altes Telefon), glückliche Kundin (nur ein iPhone hätte mich noch glücklicher gemacht). Was geschieht hier mit der Kommunikation? Man wirft uns HighTec-Geräte nach! Verbessert das unsere Kommunikation? Die Beziehung zu unseren Mitmenschen? Die Qualität dessen, was wir zu sagen haben? Irgendwie nicht. Irgendwie erinnert es mich mehr an den Nespresso-Laden, wo auch alle mit entsprechenden Tüten wie Eingeweihte raushuschen. Wow, ich habe den richtigen Kaffee gekauft. Wow, mein Handy kann würfeln. (Na und: das können Würfel schon lange, und zwar viel länger und ohne so grossen elektronisch-technischen Aufwand.)
Medienhistorisch gesehen halte ich in meiner Hand das Produkt aus der Verschmelzung von Speichermedien mit Kommunikationsmedien, visuell, auditiv und überhaupt. Dieses kleine Ding, das ich gratis im Sakralraum von A1 empfangen habe, kann mehr als jede Bibliothek zu Beginn meines Studiums 1984.
Mittwoch, 28. April 2010
Freitag, 9. April 2010
Schulweg 15
Schulweg 13
Schulweg 7
Schulweg 5
Schulweg 4
Abonnieren
Posts (Atom)



